Zucker

Heute ist Zucker ein Massenprodukt und wird in großen Mengen verbraucht. Früher galt er als Luxusprodukt und war sehr teuer und schwer erschwinglich. Einerseits kann Zucker aus Zuckerrohr gewonnen werden, andererseits aus der Zuckerrübe. Zuckerrohr wird in Ostasien angebaut und in anderen klimatisch geeigneten Regionen der Erde. In Europa wird diese Pflanze nicht angebaut, da sie nicht frostfest ist.

Zucker

Heute ist Zucker ein Massenprodukt und wird in großen Mengen verbraucht.

Zuckerrohr braucht Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius. Die Halme erreichen eine Höhe von bis zu 6 Metern. Die Zuckerrübe wächst auch in unseren Breiten. Sie ist eine zweijährige Pflanze und bildet erst im zweiten Jahr Samen aus. Ihre Wurzeln reichen bis zu anderthalb Meter tief in den Boden.

Die Herstellung von Zucker

Nachdem die Zuckerrüben geerntet und gewaschen worden sind, werden sie maschinell kleingeschnitten. Dabei entstehen die sogenannten Rübenschnitzel. Diese Schnitzel werden in Extraktionsanlagen ausgelaugt, so daß fast 99% der Flüssigkeit entzogen wird. Mit Hilfe von erwärmtem Wasser (durch Verdampfung) werden die Zellwände der Schnitzel durchlässig. Das Endprodukt dieses Vorganges heißt “Maische”. Die extrahierten Schnitzel können zu Viehfutter weiter verarbeitet werden. Der Rohsaft muß noch gereinigt werden, da sich noch viele Fremdstoffe in ihm befinden. Bei dieser “Carbonation” können 30% dieser Fremdstoffe und Verunreinigungen entfernt werden. Dazu wird der Saft mit Kalkmilch versetzt. Um den überschüssigen Kalk später wieder zu auszuleiten, wird CO2 zugegeben. Aus dem Rohsaft ist somit ein “Dünnsaft” entstanden mit ca. 15% Zuckeranteil. Durch Wasserentzug wird dieser zu “Dicksaft” mit 70% Zuckeranteil.

Weiterer Wasserentzug bewirkt eine Auskristallisierung des Zuckers. Übrig bleibt eine Kochmasse, bestehend aus gleichen Teilen Kristallen und Sirup. Diese Masse wird anschließend zentrifugiert und bewirkt die Trennung von weißem Zucker und Sirup. Durch nochmaliges Auskristallisieren entsteht dann ein bräunlicher Rohzucker. Je öfter der Sirup durch verdampfen ausgekocht wird, umso dunkler wird er. Der Sirup, auch “Melasse” genannt, wird zu Viehfutter verarbeitet oder dient durch alkoholische Gärung zur Herstellung vom weißem Rum. Als Nebenprodukt kann hier der Zuckeralkohol Glycerin genannt werden.

Dieser Stoff wird häufig in Kosmetikartikeln, als Süßungsmittel, Frostschutzmittel oder Weichmacher verwendet. Die sehr dunkle “schwarze Melasse” enthält fast keinen Zucker mehr, aber dafür viele wertvolle Mineralstoffe und Vitamine. Die Melasse ist als Heilmittel bekannt. Durch einen letzten Reinigungsschritt des Zuckers entsteht letztendlich die Raffinade, unser Haushaltszucker. Zuckerrübensirup wird durch Einkochen von Zuckerrüben gewonnen und darf nicht mit Melasse verwechselt werden.

Unterschiedliche Möglichkeiten, Haushalts-Zucker zu verwenden

Brauner Zucker
Dekorierzucker
Einmachzucker
Kandiszucker
Karamell
Puderzucker
Rohrzucker
Seidenzucker
Würfelzucker
Zuckerhut
Fruchtzucker
Traubenzucker
Vanillinzucker
Karamell

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